JOHANNINGER · gutseigen mit Respekt für die Natur
Unweit der Stelle, an der die Nahe in den Rhein mündet - zwischen Bingen und Bad Kreuznach - befindet sich das Weingut JOHANNINGER, bei dem man den ursprünglichen Charakter eines Gutes erleben kann. Hier pflegt man eine ausschließliche Erzeugung von Weinen und Produkten, die aus den gutseigenen Weinbergen an Rhein und Nahe stammen. Ein einmaliges Resultat der geographischen Lage ist der Besitz von Weinbergen in den drei Anbaugebieten Nahe, Rheinhessen und Rheingau, die sich um den Hof erstrecken.
An den Ausläufern des erdgeschichtlichen „Mainzer Beckens“ sind durch die Naturgewalten drei Anbaugebiete direkt nebeneinander entstanden, die auf kleinstem Raum sehr unterschiedliche Lagencharaktere präsentieren. JOHANNINGER‘s Reben stehen im Bereich der unteren Nahe auf kalkreichen Tonböden, die mit einem Kalkgehalt von bis zu 20% ideale Standorte für Burgunderreben bieten. Ohnehin ist das Gut auf diese Burgunderreben spezialisiert, die einen Anteil von 70% der Rebfläche ausmachen. Hauptrebsorte ist Pinot Noir, gefolgt von Pinot Blanc und Pinot Gris. In den vom roten Phyllit-Schiefer geprägten Rheingauer Weinbergen um Assmannshausen wachsen die roten Pinot Noirs mit dem einzigartigen Einfluss dieses Schiefers auf die Struktur und Aromatik der Weine. Im Anschluss an die Nahemündung gegenüber des Rheingaus beginnen die Rheinhessischen Weinberge mit den typischen sanften Hügeln, bei denen der Hausberg „Kieselberg“ heißt, da ein urzeitliches Meer hier seinen Kieselstrand ausbreitete. Enorm viele Kieselsteine mit einer späteren Lössanlagerung prägen einen klassischen Weinberg mit Riesling und Silvaner.
Jens Heinemeyer, Weinmacher bei JOHANNINGER, legt großen Wert auf die Erzeugung sehr differenzierter Lagenweine in einer Mischung aus traditionellen Werten und Erkenntnissen der Weinwissenschaft. Jeder Weinberg erfährt seine individuelle Pflege, was bei einem Bestand von ca. 100.000 Rebstöcken auf 20 Hektar ein großes Maß an Handarbeit erfordert. Die naturnahe Bewirtschaftung wurde im Jahr 2010 durch eine komplette Anwendung des ökologischen Weinbaus final verfeinert.
Die Vinifikation erfolgt nach Herkünften und Weinstilen getrennt mit einer allen gemeinsamen Eigenschaft, die durchgängig als Minimalverfahren bezeichnet werden kann. Nach der differenzierten Kelterung der Trauben gären und reifen die Weine in den historischen Gewölbekellern des Gutes. In dieser Zeit entwickeln sich natürliche Aromen und eine Harmonie, die allein auf biologischen und physikalischen Prozessen beruht. Auf mögliche Harmonisierungsstoffe oder eine Filtration wird verzichtet. Weißweine werden erstmals zur Flaschenfüllung filtriert, Rotweine gelangen unfiltriert nach natürlicher Klärung auf die Flasche. Die natürliche Klärung und der Ablauf der wertgebenden Naturprozesse im Wein benötigt natürlich Zeit. Daher ist JOHANNINGER nicht für schnell am Markt erscheinende Jahrgänge bekannt, sondern mehr für harmonische und lagerfähige Weine, die nach dem Bekunden der Weinfreunde eine hohe Bekömmlichkeit aufweisen. Reifezeiten von 1-2 Jahren im Keller ohne jede Behandlung bei den Spitzenprodukten sind keine Seltenheit. Daraus entstehen Weine, deren zeitlicher Genusshorizont andere als gängige Maßstäbe setzt.
Die Weinerzeugung wird in einer weiteren Stufe um eine komplett gutseigene Sekterzeugung - auschließlich im Verfahren der klassischen Flaschengärung - ergänzt. Schwerpunkt sind auch hier die Burgunderrebsorten. Nach der zweiten Gärung in der Flasche reift der Sekt im Mittel 2-3 Jahre auf der Hefe, bevor er klassisch gerüttelt wird und - frisch von der Hefe getrennt (degorgiert) - in optimalem Zustand zum Genießer gelangt. Die komplette Kontrolle durch eine gutseigene Versektung ermöglicht diese Fertigstellung auf den Punkt, was man als den feinen Unterschied bezeichnen kann.
Die ganzheitliche weinbauliche Erzeugung schließt sich zu einem Kreis mit einer Guts-Destille, die sich zu den feinsten in Deutschland zählen darf. Brennmeister Markus Haas destilliert hier feinsten Marc (Grappa, Trester) differenziert nach Lagen und Rebsorten. Die Trester stehen frisch aus der Weinlese ohne Zwischenlagerung zur Verfügung und werden in einem speziellen Brennverfahren mit purem Herzstück destilliert. Dieser wesentliche Qualitätsfaktor ist nur mit einer eigenen Brennerei umsetzbar.
Der vielseitige und anspruchsvolle Charakter des Weingutes wird durch ein junges Winzer-Team unter der Leitung von drei Œnologen im Sinne einer Manufaktur bewirtschaftet. Eine feste Verbindung zur „Scholle“ trifft auf eine moderne, internationale Verzahnung in der Weinwelt. Die Winzer von JOHANNINGER freuen sich auf anregende Gespräche mit interessierten Weinfreunden. Hierzu geben mehrmals im Jahr stattfindende Hofveranstaltungen wie die „Tage des Offenen Kellers“ oder die „Brennenden Samstage“ im November beste Gelegenheit.
JOHANNINGER · gutseigen mit Respekt für die Natur
Unweit der Stelle, an der die Nahe in den Rhein mündet - zwischen Bingen und Bad Kreuznach - befindet sich das Weingut JOHANNINGER, bei dem man den ursprünglichen Charakter eines Gutes erleben kann. Hier pflegt man eine ausschließliche Erzeugung von Weinen und Produkten, die aus den gutseigenen Weinbergen an Rhein und Nahe stammen. Ein einmaliges Resultat der geographischen Lage ist der Besitz von Weinbergen in den drei Anbaugebieten Nahe, Rheinhessen und Rheingau, die sich um den Hof erstrecken.
Karte unserer Weinbergslagen