Ökologischer Weinbau

Ökologische Bewirtschaftung und vegane Weinerzeugung

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Seit 1997 arbeiten wir nach den Richtlinien des umweltschonenden Weinbaues. Mit der Ernte 2013 war unsere dreijährige Umstellung zum ökologischen Weinbau abgeschlossen und haben uns nach EU-Richtlinien zertifizieren lassen. Wir sind Mitglied bei ECOVIN (Bundesverband Ökologischer Weinbau e. V.). Der größte Verband ökologisch arbeitender Weingüter steht seit seiner Gründung im Jahr 1985 für mehr als die Erzeugung guter Weine: die Mitglieder von ECOVIN identifizieren sich mit Artenvielfalt, Sinnhaftigkeit, Ästhetik und dem Respekt vor der Natur.

Bei der Gestaltung der „ECOVIN Richtlinie“ wurde die EU-Basisverordnung über die ökologische Produktion und die Kennzeichnung von ökologischen Erzeugnissen (EG) Nr. 834/2007 und deren Durchführungsbestimmungen (EG) Nr. 889/2008 in der jeweils konsolidierten Fassung zugrunde gelegt.

Die ECOVIN Vertragsbetriebe verpflichten sich zur Einhaltung der jeweils gültigen gesetzlichen Vorgaben der EU sowie der nationalen Gesetzgebung. Im Besonderen sind hier die EU-Verordnung (EG) Nr. 834/2007 mit deren Durchführungsbestimmungen, sowie die Verordnung (EG) 1308/2013 mit deren Durchführungsverordnungen, insbesondere die EU-Verordnung (EG) Nr. 606/2009, zu nennen.

Richtlinien von ECOVIN und unserer Weinerzeugung:

Ökologisches Gleichgewicht
Unser weitgehend geschlossener Produktionskreislauf nutzt die vorhandenen natürlichen Ressourcen und schont damit die Umwelt. Wir erhalten und fördern einen biologisch aktiven Boden und die natürliche Bodenfruchtbarkeit.

Vorsorgeprinzip
Wir sorgen für gesunde Reben durch bevorzugten Anbau robuster Sorten, Einsatz von natürlichen Stärkungsmitteln und die aktive Förderung von Nützlingen.

Biodiversität
Wir stehen für naturverträgliches Wirtschaften, Erhalt der Biotopvielfalt, artenreiche Begrünung und aktiven Artenschutz wildlebender Tier- und Pflanzenarten.

Ressourcenschutz
Wir arbeiten ohne Kunstdünger und naturfremde chemisch-synthetische Substanzen und schonen somit Wasser und Böden.

Klimaschutz
Unser Ziel ist die konsequente Reduktion des Energieverbrauchs und der Emission klimaschädlicher Treibhausgase über die gesamte Produktionskette hinweg.

Gentechnikfreiheit
Wir garantieren kontrollierte Gentechnikfreiheit in Anbau, Verarbeitung und Produktion.

Ökonomischer Erfolg
Vermeidung von Umweltfolgekosten, reduzierter Betriebsmittelaufwand und hohe Produktqualität begünstigen Wertschöpfung und die Zukunfts-Chancen unserer Betriebe.

Sozialverträglichkeit
Wertschätzung und Ehrlichkeit charakterisieren unseren Umgang mit Lieferanten und Kunden sowie die Arbeitsbedingungen unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Ökologische Weinkultur
Wir fördern eine vielfältige Kulturlandschaft und ein vertrauensvolles Miteinander. Ausdruck unserer Arbeit sind individuelle Weine mit vielfältigem Charakter und hoher Qualität, die Lebensfreude und Genuss vermitteln.

(Quelle: ECOVIN, http://ecovin.de/wissen/richtlinien)

 

JOH_vegan

Seit dem Jahrgang 2012 sind unsere Rotweine und ab dem Jahrgang 2014 alle Weißweine vegan erzeugt. Die vegane Erzeugung ist am eigens dafür kreierten Symbol auf jeder Flasche von JOHANNINGER zu erkennen.

Was bedeutet eigentlich vegane Erzeugung bei der Weinproduktion?

Vielen Konsumenten ist nicht bewusst, warum im Wein überhaupt Bestandteile bzw. Rückstände tierischer Erzeugnisse enthalten sein können. Tierische Produkte wie Albumin, Kasein, Gelatine oder Hausenblase werden mitunter bei Filtration und Klärung von Weinen eingesetzt.
Auf diese und sonstige tierische Erzeugnisse im Produktionsprozess verzichten wir im Weingut JOHANNINGER gänzlich.


Folgende konventionelle Methoden beinhalten die Verwendung von tierischen Produkten

1. Bei Rotweinen wird hauptsächlich eine Eiklarschönung durchgeführt. Diese verursacht einen milderen Geschmack und vermindert der Gerbstoffgehalt. Pro 100 Liter Wein werden ein bis drei vom Dotter getrenntes Hühnereiklar oder die entsprechende Menge getrocknetes Hühnereiweiß zugegeben.
Der im Eiweiß enthaltene Wirkstoff „Albumin“ erzeugt zusammen mit den Gerbstoffen einen feinkörnigen Niederschlag. Dieser wird in späteren Produktionsschritten wieder durch z.B. Filtration entfernt.

2. Ebenfalls kann das aus Hühnereiweiß gewonnene Enzym Lysozym zum Einsatz kommen. In der Milchwirtschaft bei der Herstellung von Käse wird es zur Vermeidung von Fehlgärungen zugegeben. In der Weinwirtschaft dient es zur Vermeidung von spontanem biologischen Säureabbau.

3. Die getrocknete Schwimmblase mit dem Namen „Hausenblase“ (früher von der Störart „Hausen“ entnommen) wird genauso wie tierische Gelatine zur Bindung von gröberen Partikeln im Wein eingesetzt. Die Trubstoffe sinken gemeinsam mit der Hausenblase oder der Gelantine auf den Boden der Weinbehältnisse.

Laut dem europäischen Weingesetz müssen seit dem 1. Juli 2012 Albumin, Casein und Lysozym ab einem Grenzwert von 0,25 mg/l auf dem Flaschen-Etikett mit Piktogrammen deklariert werden, da sie Auslöser von Allergien sein können. Hausenblase und Fischgelatine als Klärungsmittel sind von der Deklarierungspflicht freigestellt.

Da wir keine dieser Methoden zur Erzeugung unserer Weine verwenden, finden Sie auch keine entsprechende Deklaration auf unseren Flaschen. Vielmehr prangt das Piktogramm für vegane Weinerzeugung auf jedem Etikett.

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