Ökologischer Weinbau

Ökologische Bewirtschaftung und vegane Weinerzeugung

Seit 1997 arbeiten wir nach den Richtlinien des umweltschonenden Weinbaues. Mit der Ernte 2013 war unsere dreijährige Umstellung zum ökologischen Weinbau abgeschlossen und haben uns nach EU-Richtlinien zertifizieren lassen. Damit zählt unser Betrieb zu den wenigen ökologisch wirtschaftenden Weingütern in Deutschland. 

Das Nachhaltigkeitsprinzip gilt auch für unseren Bedarf an Druckereierzeugnissen!
Unsere Printmedien (Preislisten, Flyer, Broschüren) lassen wir hauptsächlich in einer Druckerei herstellen, die 100% Recyclingpapiere und vegane Bio-Farben einsetzt. Die Druckerzeugnisse werden mittels Ökostrom klimaneutral mit geringstmöglichem Verbrauch an Zusatzstoffen und reduzierten Metall- und Papierabfällen produziert.

Verbrauchsmaterialien wie Papiere, Umschläge etc. beziehen wir größtenteils von einem Spezialversand für ökologische Werbeartikel & Präsente.

JOH_vegan

Seit dem Jahrgang 2012 sind unsere Rotweine und ab dem Jahrgang 2014 alle Weißweine vegan erzeugt. Die vegane Erzeugung ist am eigens dafür kreierten Symbol auf jeder Flasche von JOHANNINGER zu erkennen.

Was bedeutet eigentlich vegane Erzeugung bei der Weinproduktion?

Vielen Konsumenten ist nicht bewusst, warum im Wein überhaupt Bestandteile bzw. Rückstände tierischer Erzeugnisse enthalten sein können. Tierische Produkte wie Albumin, Kasein, Gelatine oder Hausenblase werden mitunter bei Filtration und Klärung von Weinen eingesetzt.
Auf diese und sonstige tierische Erzeugnisse im Produktionsprozess verzichten wir im Weingut JOHANNINGER gänzlich.


Folgende konventionelle Methoden beinhalten die Verwendung von tierischen Produkten

1. Bei Rotweinen wird hauptsächlich eine Eiklarschönung durchgeführt. Diese verursacht einen milderen Geschmack und vermindert der Gerbstoffgehalt. Pro 100 Liter Wein werden ein bis drei vom Dotter getrenntes Hühnereiklar oder die entsprechende Menge getrocknetes Hühnereiweiß zugegeben.
Der im Eiweiß enthaltene Wirkstoff „Albumin“ erzeugt zusammen mit den Gerbstoffen einen feinkörnigen Niederschlag. Dieser wird in späteren Produktionsschritten wieder durch z.B. Filtration entfernt.

2. Ebenfalls kann das aus Hühnereiweiß gewonnene Enzym Lysozym zum Einsatz kommen. In der Milchwirtschaft bei der Herstellung von Käse wird es zur Vermeidung von Fehlgärungen zugegeben. In der Weinwirtschaft dient es zur Vermeidung von spontanem biologischen Säureabbau.

3. Die getrocknete Schwimmblase mit dem Namen „Hausenblase“ (früher von der Störart „Hausen“ entnommen) wird genauso wie tierische Gelatine zur Bindung von gröberen Partikeln im Wein eingesetzt. Die Trubstoffe sinken gemeinsam mit der Hausenblase oder der Gelantine auf den Boden der Weinbehältnisse.

Laut dem europäischen Weingesetz müssen seit dem 1. Juli 2012 Albumin, Casein und Lysozym ab einem Grenzwert von 0,25 mg/l auf dem Flaschen-Etikett mit Piktogrammen deklariert werden, da sie Auslöser von Allergien sein können. Hausenblase und Fischgelatine als Klärungsmittel sind von der Deklarierungspflicht freigestellt.

Da wir keine dieser Methoden zur Erzeugung unserer Weine verwenden, finden Sie auch keine entsprechende Deklaration auf unseren Flaschen. Vielmehr prangt das Piktogramm für vegane Weinerzeugung auf jedem Etikett.



Förderung
Unser Weingut erhält im Rahmen des vom Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau verwalteten rheinland-pfälzischen Entwicklungsprogramms „Umweltmaßnahmen, Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft, Ernährung“ (EULLE) durch den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) kofinanziert durch das Land und den Bund im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK) eine Förderung für seine Leistungen im Ökologischen Landbau.

                     
Europäische Union
ELER: hier investiert
Europa in die ländlichen
Gebiete

Text in folgender Sprache lesen: Englisch